Tag Archives: VBU

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Rainer sucht einen Nachfolger – Wenn der Familienbetrieb verkauft werden muss

Seit 35 Jahren ist Rainer Gresförder stolzer Besitzer eines Metallbaubetriebs. Als junger Mann hat er sich selbstständig gemacht, ganz ohne Kapital und ohne fremde Hilfe.

Umsatzsteigerung durch gezielte Neukundengewinnung mit Andreas Baldauf

November-Stammtisch in Berlin zum Thema „Umsatzsteigerung durch gezielte Neukundengewinnung“ mit Andreas Baldauf

VBU Beratertreffen 2016

VBU-Bundestreffen: Kompetenz für unsere Kunden

VBU-Bundestreffen der Partner und Partnerinnen

Das Beraternetzwerk des Verbundes Beratender Unternehmer (VBU) wächst mit seinen Kunden.

Wir sind dann Partner für Lösungen, wenn wir die Themen besetzen, die unsere Kunden bewegen – und: Gemeinsam sind wir besser als Einzelexperten;

VBU bedeutet vielschichtige und fundierte Kompetenz; das ist unsere Markenidentität als Verbund im Interesse unserer Kunden. Berater, die dieses Verständnis von Professionalität teilen, sind uns herzlich willkommen.

Gemeinsam Lösungen entwickeln – für ein kundenorientiertes Beraterverständnis: das ist der Themenschwerpunkt unseres VBU-Bundestreffens in Bad Honnef an diesem Wochenende vom 23. auf den 24. Oktober. Wir wollen mehr als den klassischen „after-work-process“, wo gute Ideen (wer kennt das nicht!) dann doch nicht umgesetzt werden; wir wollen mehr als das Einschwenken auf die „bewährte“ Route. Wir wollen mehr, weil auch unsere Kunden mehr erwarten von einem Beraternetzwerk.

Ausbau des Kompetenz-Pools

Drei Themen besetzt der VBU bereits; die Unternehmernachfolge, Mittelstand 4.0 und Mittelstand International; auf unserem Bundestreffen an diesem Wochenende bauen wir unseren Kompetenz- und Expertenpool mit sich ergänzenden Expertisen und Gewichtungen zu identischen Themen weiter aus. Nur ein Beispiel: Ein Mittelstandsunternehmen sucht kompetente Unterstützung im Zuge der Digitalisierung; hier braucht es (unter anderem!) strategischen, technischen und kommunikativen Sachverstand.

Vertrauen ist analog

Glaubwürdig anbieten kann der Berater umfassende Expertise und Kompetenz nur im Verbund mit Kollegen – und: nur gemeinsam mit Verbandskollegen, denen er vertraut. Und da endet die Leistungsfähigkeit der virtuellen Netze. Vertrauen ist analog. Dieses kollegiale Miteinander im gemeinsamen Interesse von Kundengewinnung und Kundenbindung stärkt der VBU durch zweimal im Jahr stattfindende, jeweils zweitägige Bundestreffen (im Frühjahr immer in Berlin, im Herbst immer in einem anderen Bundesland), die in Gestalt von dialogorientierten und arbeitsintensiven Workshops zunehmend an interaktivem Charakter gewinnen. Und natürlich kommt auch das lockere Miteinander und Kennenlernen nicht zu kurz – immer am ersten Abend des zweitägigen Bundeskongresses entspannen sich die VBU-Kollegen beim Restaurantbesuch oft ortstypischer Coleur.

An Beraterkollegen:

Wir freuen uns über und auf tatkräftiges Mittun in unserem Verbund!
Nehmen Sie Kontakt zu uns auf, lernen Sie uns kennen!

 


Verbund beratender Unternehmer e.V.
Adenauerallee 12-14, 53113 Bonn

Telefon +49 228 966985 –19
E-Mail vorstand@vbu-berater.de

Digitalisierung und Agiliät

Agilität und Digitalisierung gehen zusammen

Im Zusammenhang mit der Digitalisierung taucht immer öfter ein Begriff auf – „agil“: Agile Software-Entwicklung, agile Unternehmensorganisation, agile Prozessmodelle. Der Duden übersetzt den Begriff mit „von großer Beweglichkeit zeugend; regsam und wendig“. Was hat das mit Digitalisie­rung zu tun, wird da nicht wieder eine neue Sau durchs Dorf getrieben? Das könnte man meinen – allerdings sind beide Begriffe auf eine für den Erfolg der Digitalisierung sehr wesentliche Art mitein­ander verzahnt.

Die Digitalisierung drückt sich aus in einer starken Individualisierung der Produkte bei einer gegen­über heute enorm verstärkt flexibilisierten Produktion. Kunden und Geschäftspartner sind direkt in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse eingebunden, die Produktion wird mit hochwertigen Dienst­leistungen verknüpft. Intelligentere Monitoring- und Entscheidungs­strukturen werden Unternehmen und die gesamte Wertschöpfung nahezu in Echtzeit steuern und optimieren.

Die Digitalisierung und der Zahn der Zeit

Unternehmen, die früh digitalisieren, sichern sich als sogenannte „First Mover“ Marktvorteile gegenüber dem Wettbewerb. Schaut man in die Geschichte, waren alle drei bisherigen industriellen Revo­lutionen irgendwann abgeschlossen, hatten sich in der Breite durchgesetzt. Auch die vierte industrielle Revolution wird eines Tages die ganze entwickelte Welt flächendeckend erreicht haben. Sobald dieser Zustand eintritt, wird der Vorsprung der First Mover aufgebraucht und kompensiert sein. Was kommt dann? Warten auf die nächste Technologie-Revolution und alles wieder von vorn? Hier liefert Agilität den Ansatz, der dauerhaft einen Wettbewerbsvorteil sichern kann.

Wettbewerbsvorteil agile Organisation

Die Vision von der Digitalisierung wird erst möglich, wenn die Menschen in den Organisationen diesen Takt aufnehmen, die notwendigen Veränderungen an Prozessen und Entscheidungsstrukturen internalisieren und umsetzen. Genau hier schließt sich der Kreis, hier kommt Agilität ins Spiel – als Beweglichkeit von Organisationen, in denen rege und wendige Menschen agieren. Agilität wird der Faktor sein, der auch noch nach dem Abschluss der vierten industriellen Revolution einen Wettbewerbsvorteil bietet. Ob als First Mover oder Late Adopter: Wer sich auf dieses Thema einlässt, agile Strukturen im Unternehmen schafft, wird dauerhaft vorne mitspielen können.

Charakteristiken agiler Organisationen

Wie aber zeigt sich diese Beweglichkeit und Wendigkeit? Agilität heißt ganz sicher nicht, schneller und unter noch mehr Druck zu arbeiten. Agilität ist nichts anderes als ein pfiffiger Ansatz, Menschen in Organisationen zur Hochform auflaufen zu lassen.
Drei Dinge machen agile Organisationen aus:

Kleine Teams

Teams sind nun wirklich nichts Neues, weder große noch kleine. Was ist denn so grundlegend neu, dass man dafür ein neues Schlagwort erfinden muss?
Heutige Teams haben stark bürokratische Züge: Arbeitspakete werden erst definiert, dann verteilt, jeder erarbeitet sein Paket und liefert es nach Fertigstellung an den Projektleiter ab. Dasselbe Prinzip wiederholt sich über mehrere Hierarchieebenen, über Team-, Abteilungs- und Bereichsstrukturen. Dabei agiert der jeweilige Vorgesetzte als Kopf, die Mitarbeiter sind die Ausführenden. Kunden­kontakt ist eine abgesetzte Funktion auf dedizierten Hierarchieebenen.

Mit diesem Prinzip bricht die agile Organisation: Kleine, aufgabenübergreifend zusammengesetzte Teams, die direkt mit dem Kunden zusammenarbeiten und autonom agieren. Kurze Zyklen und in kleine Ein­heiten aufgebrochene Arbeitspakete prägen die Zusammenarbeit ebenso wie ständige Feedback-Schleifen mit dem Kunden. Abteilungsgrenzen weichen auf, Fachkompetenz und Koope­rationssinn gewinnen an Bedeutung. Richtig umgesetzt entsteht eine enorme Dynamik, die sich neben einer hohen Leistungs­fähigkeit des Teams in einem hohen Durchsatz auszahlt. Und, in einem dynamisierenden Effekt, nämlich enorm viel Freude an der Arbeit.

Die besondere Kundenbeziehung

Bei uns steht der Kunde im Mittelpunkt – bei Ihnen doch sicher auch? Für agile Organisationen gilt das ebenso wie für Sie und mich. Und doch ist da etwas anders, auf eine ganz subtile Art anders. Zwar reklamieren alle mir bekannten Unternehmen für sich, den Kunde sozusagen auf Händen zu tragen. Schaut man aber genauer hin, müssen dieselben Hände zuvor jede Menge interner Ziel­vorgaben, Systemanforderungen erfüllt und Prozessziele erreicht haben. Anders gesagt: Wie Pro­dukte beschaffen, welche Dienstleistungen in welchem Umfang angeboten werden, wird von intern bestimmt.
Nicht alle Kunden geben sich mit dieser Art von Service zufrieden. Der eine oder andere mag sich abwenden und einen Anbieter suchen, das ihm genau das bietet, was er sucht. Sogar dann, wenn dieser Anbieter es erst entwerfen und produzieren muss. Und genau da liegt der Unterschied, diese Besonderheit zeichnet das Verhältnis von agilen Unternehmen zu ihren Kunden aus. Hier mani­festiert sich der enorme Wettbewerbsvorteil, den die Digitalisierung bietet, in voller Breite.

Arbeiten in vernetzten Strukturen

Was passiert eigentlich, wenn eine sauber strukturierte hierarchische Organisation in lauter kleine, fachlich übergreifende Teams aufgeteilt wird? Was dabei entsteht, ist eine Art Netz. Dieses Netz hat so viel mit der bürokratischen Organisation gemeinsam wie ein Schlachtschiff mit einer Flotte aus lauter Rennbooten. Damit die Rennboote das Spiel gewinnen, müssen sie zusammenarbeiten, sich die Bälle zuwerfen, das gemeinsame Ziel zu jeder Zeit im Blick haben und auf den Kunden zu arbei­ten. Der Kapitän hat ausgedient, die Rennboote werden von Experten gesteuert, die ihr Handwerk (respektive Kopfwerk) verstehen.  Das erfordert eine Menge an Vertrauen, das sich in heutigen Organisationen noch ausdifferenzieren muss. Trotzdem sind agile Organisationen keine anarchi­schen Räume. Sie sind nicht flach strukturiert, auch wenn alle Verantwortungsträger untereinander gleich­rangig sind. Nicht mehr die Zufriedenheit eines Chefs definiert gute Leistung, an seine Stelle tritt der zufriedene Kunde. In diesen Strukturen fällt Inkompetenz auf, die sich im Bauch des Schlacht­schiffs noch problemlos hat verbergen können. In der digitalisierten Arbeitswelt liefern Manager ihren Beitrag auf Augenhöhe, was eine dramatisch andere Führungskultur bedeutet – die wahrscheinlich größte Herausforderung für eine gelingende Digitalisierung, vom Handwerksbetrieb bis zum Konzern.

 

Zum Weiterlesen (in englischer Sprache):

Harvard Business Review:
„Embracing Agile“ von Darrel K. Rigby, Jeff Sutherland und Hirakata Tekeuchi https://hbr.org/2016/05/embracing-agile

Forbes.com:
„Explaining agile“ von Steve Denning http://www.forbes.com/sites/stevedenning/2016/09/08/explaining-agile/#2a6d87f42ef7

 


Über die Autorin:

Das VBU-Mitglied Rita Seidel berät bundesweit Unternehmen in Fragen der Mitarbeitergewinnung. Dabei setzt sie auf innovative Ansätze als wirksame Instrumente gegen den Fachkräftemangel. Dem Thema Digitalisierung widmet sie sich insbesondere, da sich daraus besondere Anforderungen für ein zukunftssicherndes Recruiting in mittelständischen Unternehmen ergeben.

rise PERSONALBERATUNG

Rita Seidel | Burgweg 25 | 53639 Königswinter
T +49 (0)2244 901390 | Rita.seidel@rise-personal.de

https://rise-personalberatung.com | http://xing.to/Rita_Seidel

Der VBU auf dem 5. Landeskongress der Offensive Mittelstand

Der VBU Verbund Beratender Unternehmer e. V. war auch in diesem Jahr wieder mit einem Stand beim zwischenzeitlich 5ten Landeskongress der 'Offensive Mittelstand' und der 'Offensive Gutes Bauen' in Stuttgart / Baden-Württemberg vertreten.

Was macht eigentlich Eckhard Kowalewski?

Eckhard Kowalewski, Jahrgang 1962, begann seine Laufbahn Mitte der 80er Jahre bei der WMF AG. Die ersten Kontakte zur Gastronomie und Hotellerie stammen aus der Wendezeit. Schon Anfang 1990 beauftragte die WMF ihn mit dem Aufbau der Vertriebs Organisation in der damaligen DDR.

Entscheidungshilfen der Offensive Mittelstand für die Einführung der 4.0 Technologien.

Mittelstand 4.0 Entscheidungshilfen der Offensive Mittelstand

Ein Unternehmen wird zukunftstauglich

INQA und die Offensive Mittelstand (deren Partner die Mittelstands Experten des VBU sind) haben „Mittelstand 4.0 Entscheidungshilfen“ zur Verfügung gestellt. Diese können von jedem Unternehmen selbstständig eingesetzt werden oder gemeinsam, mit fachkundigen und autorisierten Beratern der Offensive Mittelstand bearbeitet werden.

Sie sind eine gute Orientierungshilfe im evolutionären Prozesse der Einführung neuer Technologien und Arbeitsweisen. Bei Nachfragen stehe ich Ihnen zur Verfügung. (Kontakt)

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VBU Berater Event in Berlin Brandenburg

VBU Berater Event in Berlin Brandenburg

Ergreifen Sie die Chance, in einem bundesweit agierenden Beraternetzwerk Ihre Geschäftsmöglichkeiten zu erweitern.

Sie:

  • sind selbständiger Unternehmensberater
  • waren zuvor als Geschäftsführer oder in leitender Funktion als Führungskraft tätig
  • bieten Ihre Erfahrungen und Expertise mittelständischen und großen Unternehmen an
  • suchen nach einem aktiven Netzwerk von Partnern
  • suchen Kompetenzen die Ihre eigenen ergänzen
  • möchten Gedanken, Ideen und Wissen mit Partnern austauschen
  • sind bereit sich und Ihr Know-how in ein Netzwerk von Partnern einzubringen
  • möchten gemeinsam Projekte gewinnen und unbürokratisch zum Erfolg bringen

Wir:

  • der VBU e.V. – sind ein Verbund beratender Unternehmer
  • publizieren relevante Mittelstandsthemen (Blog)
  • agieren als selbstständige Berater in einem Netzwerk in ganz Deutschland
  • kennen beide Seiten des Schreibtisches – aus der Praxis für die Praxis
  • blicken über den Tellerrand und haben damit ganzheitliche Lösungen im Blick
  • handeln umsetzungsorientiert für effiziente und nachhaltige Konzeptionen
  • finden, dass ein Netzwerk stärker ist als einer allein
  • pflegen unkonventionell und vertrauensvoll regelmäßigen Austausch mit Kollegen im Netzwerk
  • wollen unser Netzwerk mit geeigneten Persönlichkeiten und Kompetenzen erweitern
Das passt auf den ersten Blick? Lassen Sie uns ins Gespräch kommen!

Im Rahmen eines Berater-Events lernen wir uns kennen:

  • Datum: Sonntag, 20. März 2016
  • Zeit: 12:30 – 15:00 Uhr
  • Ort: Park Inn by Radisson, Alexanderplatz 7, 10178 Berlin

 

VBU-Event Berlin-Brandenburg

VBU-Event Berlin-Brandenburg

2016 – Jahr der Digitalisierung im Mittelstand

2016 – das Jahr der Digitalisierung im Mittelstand

Digitalisierung – was bedeutet das für Sie?

Kommentar zur Mittelstand 4.0 Studie des IFM

Das Thema Digitalisierung und darauf aufbauende Geschäftsmodelle haben mich durch das Jahr 2015 begleitet. Für mich als Berater bedeutete es, viele Stunden mit Weiterbildung und in Diskussionen zu verbringen, denn Industrie 4.0 Technologien lassen sich nicht einfach auf den Mittelstand anwenden. Die Voraussetzungen und Kulturen unterscheiden sich deutlich von einander. Nun liegt eine Studie zum Thema vor: „Bedeutung der Digitalisierung im Mittelstand“ (IfM-Materialien Nr. 244). Lesen Sie hier meine persönliche kommentierte Zusammenfassung, VBU Partner, Ralf Hasford.

Digitalisierung im Mittelstand geht mit der Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle einher.

Digitalisierung im Mittelstand geht mit der Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle einher.

Studie „Bedeutung der Digitalisierung im Mittelstand“

In der Studie hat das Institut für Mittelstand IFM Bonn im November 2015 die Ergebnisse ihrer Befragung von überwiegend mittelständischen Unternehmen veröffentlicht. Christian Schröder, Susanne Schlepphorst und Rosemarie Kay haben im Auftrag der Stadtsparkasse Düsseldorf im Frühjahr 2014 eine Unternehmensbefragung im Großraum Düsseldorf durchgeführt. Schwerpunkt: Einschätzungen der Bedeutung der Digitalisierung für das eigene Unternehmen, untergliedert in Allgemein / Vertrieb / Produktion / Personal / Datensicherheit / Geschäftsmodell. Von ca. 3.800 Unternehmen haben 227 Unternehmer den standardisierten Fragebogen vollständig beantwortet.

Zusammenfassend kann gesagt werden, für einen Großteil der befragten Unternehmen haben Digitalisierung und digitale Geschäftsmodelle eine hohe Bedeutung erlangt. Wenn der Begriff auch nicht einheitlich verstanden wird. Gleichzeitig stellt die Studie fest: „Dass sich die Digitalisierung für Unternehmen lohnt, deutet der positive Zusammenhang zwischen Unternehmen mit hohem Umsatzwachstum und einem gleichzeitig hohen Digitalisierungsgrad an.“

Ohnmacht oder Ignoranz?

Mit der Unternehmensgröße verändert sich die eigenen Einschätzungen, wie man für die Digitalisierung vorbereitet sei. Unternehmen mit mehr als 10 Mio. € Umsatz, sehen sich besser vorbereitet, als kleinere Unternehmen. Unternehmen mit einem Jahresumsatz 2 … 10 Mio. € schätzen ihren Stand selbst als „schlecht“ ein. Jedoch muss festgestellt werden, dass „Digitalisierung“ für viele der kleineren immer noch die eigene Webseite und maximal ein Onlineshop bedeutet. Hoffentlich hat sich der Blick hier im zurückliegenden Zeitraum kolossal gewandelt.

Ein Versuch die Ursachen zu benennen

Die eigene IT-Abteilungen (IT = Informationstechnologie) wird als Treiber der Digitalisierung identifiziert. Kostengründe und hoher Ressourcenaufwand würden gerade bei kleinen Unternehmen auf die IT-Nutzung verhindernd wirken. Die Folge ist eine geringe IT Spezialisierung mit der akuten Gefahr, die komplexeren Trends der IKT (Informations- und Kommunikationstechnologie) zu verschlafen und damit ihre Relevanz zu verkennen. Das bedeutet dass Worte wie ERP Systeme, CRM oder MES, Einsatz von RFID sowie sensorbasierende Datenerfassung weiterhin nur ein undeutliches Rauschen in den Ohren von Inhaber und Geschäftsleitung auslösen. Jeder dritte Befragte sagte, „den zahlreichen Trends in der Informations- und Kommunikationstechnologie kaum noch folgen zu können“.

Schockierend ist, dass kleinere und größere Unternehmen diese Einschätzung im gleichen Maße treffen. Das weist darauf hin, die Informationsdefizite sitzen gerade bei kleinen Mittelständlern noch viel tiefer.

Digitalisierungsprozesse werden durch die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) vorangetrieben, begünstigt durch eine ständig steigende Leistungsfähigkeit von Hard- und Software. Das Internet of Things (IoT), also die zunehmenden Vernetzung von Gegenständen durch das World Wide Web, ist ein Beispiel dafür, es wird auch niemanden verwundern, das sich heute bereits mehr als 90% aller Mikroprozessoren in intelligenten Produkten und Produktionsanlagen befinden, Tendenz steigend. IKT-Technologie und deren Produkte bieten den Nutzern, durch einen mit der Nutzung in Verbindung stehenden Service, einen ständigen Mehrnutzen. Zugleich sinken die Einstiegspreise für die Technologie. Das führt zu einer schnellen Verbreitung von digitalen Produkten in nahezu allen Lebensbereichen.

Zauberwort 4.0

Unter den magischen Begriffen Industrie 4.0 Technologien wird im Mittelstand spätestens seit Beginn 2015 die vollständige Vernetzung von Produktionsabläufen, der Einsatz von sich selbst steuernder Logistik sowie IoT Gegenständen und Geräten, derzeit viel diskutiert. Während einige sich schon angewidert entfernen, haben andere die technische Voraussetzung geschaffen, um intelligente Maschinen und Produkte einzusetzen, die miteinander kommunizieren. Kommunikation ist dabei der Schlüssel, das Werkstück wird in die Lage versetzt, Informationen über seinen Bearbeitungszustand und derzeitigen Aufenthaltsort auszusenden, verbunden mit dem Datenzugriff auf Konstruktion und käuferseitiger Konfiguration erhöhen sich Produktindividualität und Qualität. Die Sensoren in Produktionsmaschinen melden, wann ein Verschleißteil ausgewechselt werden muß, fordern via Internet die nächste Wartung an und informieren über alle Bearbeitungseventualitäten bei den Produkten. Alle Daten zusammengefasst entsteht in vernetzten Unternehmen ein Cyber-physikalische Systeme. Es ist eine Art Gedächtnis der Produkte und kann den ganzen Lebenszyklus begleiten und abbilden.

Digitalisierung ist ein Prozess

Die Einrichtung der IP-basierten Produktion (IP = Internet Protokoll), ist ein evolutionärer Prozess. In mittelständischen Unternehmen steht er noch am Anfang. Um so wichtiger, hier nicht den technologischen Anschluss zu verlieren. Die Studienteilnehmer wurden daher auf den Einsatz von digitalen Prozessen zu den folgenden drei Punkten befragt: Beschaffung, Abstimmung von Arbeitsabläufen, Logistik. Hier ist eine internetbasierte Unterstützung die technologische Voraussetzung für ein zukunftsträchtiges „Fit für Industrie 4.0“.

Was heißt eigentlich Business Intelligenz?

Während in der Beschaffung 43% der Unternehmen bereits internetbasiert arbeiten, werden die Abstimmungsprozesse in den Arbeitsabläufen nur zu 26% digital gestützt, Spitzenreiter ist hierher Dienstleistungssektor. Bei der Organisation und dem Monitoring der Logistik sind es 35%, die auf digitalisierte Lösungen setzen, wobei hier das verarbeitende Gewerbe heraussticht. Als ernüchternd stellt sich der Einsatz der Digitalisierung in der Produktion da.

Um logistische Vorgänge in Echtzeit zu erfassen, werden Auto-ID-Technologien (RFID, Barcode oder NFC) eingesetzt. Ca. 35% der an der Studien teilnehmenden Unternehmen nutzen bereits diese Technologie – 7% sind in der Planungsphase. Mangelnde Relevanz gilt für die Unternehmen ohne Inhous-Logistik.

Digitale Unterstützung des Vertrieb

Für die meisten Unternehmen ist die eigene Homepage ist Dreh- und Angelpunkt der digitalen Vertriebsstrategie. So ergibt die Studie, dass mehr als 90% eine eigene Homepage für den Vertrieb einsetzen. Jedes dritte Unternehmen nutzt Social Media oder plant deren Nutzung in 2016 zu starten. Die – unabhängig von der Unternehmensgröße. Das heißt allerdings noch nicht, das die Sozialen Medien etwa schon ins Echtzeit Monitoring aufgenommen werden.

Der Einsatz von Social Media wird von der Kundenstruktur abhängig dargestellt. Eins von drei Unternehmen das B2C Handel treibt nutzt heute bereits Facebook, Twitter, Google oder Youtube für den Vertrieb, bei reinem B2B Handel sind es nur 25%.

Personalgewinnung oder sind Fachkräfte online zu finden?

Eine entscheidend Frage ist im Mittelstand der Fachkräftemangel. Daher wurde auch die Mitarbeitergewinnung betrachtet. Der demografische Wandel wirkt sich im Mittelstand stark aus. Dazu verschärft sich zur Zeit noch der Wettbewerb um Fachkräfte, denn Großunternehmen sind für Studienabgänger die attraktiveren Arbeitgeber. Wie kann Personalbeschaffung digital erleichtert werden, insbesondere die Suche von Auszubildenden und jungen Nachwuchskräften?

40% der Unternehmen nutzen die unternehmenseigene Homepage für Stellenanzeigen, 8% betreiben eigene Bewerbungsportale – hier sind es ausschließlich die großen mittelständige Unternehmen. Das Einbinden sozialer Medien in die Personalbeschaffung liegt bei 15%.

Schreibtischtäter

Dank moderner Informations- und Kommunikationstechnologie können viele Bürotätigkeiten auch ohne einer Anwesenheit beim Arbeitgeber ausgeführt werden. Arbeit kann durch internetbasierte Vernetzung sogar völlig ortsunabhängig erfolgen. Vorrausgesetzt es besteht ein externer Zugriff auf E-Mails und Dateien und entsprechende Arbeitsmodelle wurde vereinbart. Den externen E-Mail Zugriff ermöglichen 64% der Unternehmen, je größer das Unternehmen, je höher die Chance. Die Hälfte der kleinen Unternehmen (Umsatz < 1 Mio. €) bei größeren (ab 50 Mio. € Umsatz) ist es Standard. Welcher – unabhängig der Branche.

Anders ist es beim externen Zugriff auf die Dateien, hier sind es 49% aller Unternehmen. Großunternehmen bieten  den Zugriff häufiger an, als die kleineren Unternehmen. Wer den Zugriff verweigert, hält es a) für nicht relevant und/oder es bestehen b) große Sicherheitsbedenken. Ca. 13% der Mitarbeiter arbeiten regelmäßig von Zuhause.

Datensicherheit ernst nehmen … doch meist ohne Plan

Wer sich Von den Unternehmen stärker mit die Digitalisierung auseinandersetzt, sieht die hehe Bedeutung der Datensicherheit. Wobei große Unternehmen mehr Wert auf Datensicherheit legen. Als Gründe dafür benannt werden: höherer Kommunikationsbedarf, stärkere Vernetzung und höherer Innovationsgrad. Hier gibt es auch immer eigene IT-Abteilungen und Sicherheitsvorschriften für Mitarbeiter.

Dazu gibt die Studie folgende Erklärung: „… Investitionen sind für große Unternehmen leichter zu realisieren als für kleine Unternehmen. Dies belegt eine Studie im Auftrag des BMWi, aus der hervorgeht, dass deutsche mittelständische Unternehmen IT-Sicherheitsrisiken zwar als Bedrohung wahrnehmen, aber keine ausreichenden Gegenmaßnahmen ergreifen (vgl. WIK Consult 2012). Lediglich 37% der KMU haben schriftlich niedergelegt, welche IT-Sicherheitsregeln gelten. Gemäß einer laufenden Trendumfrage des TÜV-Süd, die gemeinsam mit der Ludwig-Maximilian-Universität München durchgeführt wird, und an der über 2.000 Unternehmen (Stand Oktober 2014) teilgenommen haben, haben 39% der Unternehmen kein systematisches Vorgehen im Falle von Datenschutzverletzungen definiert.“

Wie Digitalisierung den Widerhall im Geschäftsmodell findet

Digitalisierung ist ein weltumspannender Megatrend und die Veränderungen sind nicht mehr rückgängig zu machen. Chancen und Risiken der Digitalisierung werden in unterschiedlichem Maße wahrgenommen, doch ist nahezu jedes Unternehmen und deren Geschäftsmodell betroffen. 86% der befragten Unternehmen geben an, dass internetbasierte Informations- und Kommunikationstechnologien Teil ihres Geschäftsmodells sind. Anderseits gibt die Mehrheit an, IKT sei aber nicht entscheidend für das Geschäftsmodell. Das macht mich ratlos. Ich stehe auf dem einzigen Gleis weit und breit und höre ein Zug kommen, doch sehe ich ihn nicht …

Nun ja, immerhin wird diesen Geschäftsmodellen immerhin ein unterstützender Charakter attestiert. 25% jedoch sagen, ihr Geschäftsmodell wäre ohne IKT nicht mehr denkbar. Das gilt eher für Unternehmen aus dem Handel, als dem Bausektor.

Mahnend beschreibt die Studie, dass Erfolgreiche digitale Geschäftsmodelle zu passgenaueren, preisgünstigeren und schnell lieferbar führen, und wickeln den, auch Zahlungen unkompliziert ablaufen. Und ja, es ist richtig, Digitalisierung erleichtert Zugriff auf ständig verfügbare Informationen und gestattet das Vergleichen von Produkt- und Servicequalität.

Befragte benannten folgende Sorgen: ständig wachsender Wettbewerb, Preisverfall, sinkende Kundenbindung, weniger Kontakt menschlichen Kontakt zu zu Geschäftspartnern, Notwendigkeit der Datensammlung von Nutzerdaten und Wünschen … Als Positiv benannt wurden: individualisierte Produkte, gezielt Angebote.

Weichenstellung Richtung Markt

Zitieren will ich abschließend das Fazit der Studienmacher: „Der Mittelstand bildet mit einem Anteil von ca. 95% an allen Unternehmen das wirtschaftliche Rückgrat in Deutschland und wird weltweit als sehr leistungsfähig anerkannt. Die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit nahezu aller kleinen und mittelständischen Unternehmen hängt jedoch u.a. davon ab, ob die vielfältigen Möglichkeiten der Digitalisierung für das eigene Unternehmen nutzbar gemacht werden (können).“

Die Ergebnisse der Studie können uns in zweierlei Weise ins neue Jahr begleiten, als Mahnung und als Leitstrahl für die Arbeit im eigenen Unternehmen. Digitalisierung ist nicht in einem Tag getan und zu keiner Zeit abgeschlossen. Ob es das Monitoring des Social Media Streams betrifft oder die Einrichtung eines ERP Systems, die mit der Digitalisierung der Prozesse beginnt, die Früchte werden ein besserer Stand im sich immer stärker internationalisierenden Wettbewerb sein. Global denken, regional handeln. Starten wir dort, wo Sie heute stehen.

Ralf Hasford
Partner im VBU und Kompetenzteam Mittelstand 4.0

Die IfM Studie finden Sie hier: http://www.ifm-bonn.org/uploads/tx_ifmstudies/IfM-Materialien-244_2015.pdf

Start in die Digitalisierung: http://fels-oder-brandung.de/marke-strategie-kommunikation/2016-jahr-der-digitalisierung-mittelstand/

 


Moderator | Sprecher – Marke, Industrie 4.0 im Mittelstand autorisierter Berater Offensive Mittelstand: Bussiness Kommunikation, INQA Unternehmenscheck, Unternehmensentwicklung mit Erfolgsfaktor Business DNA. Kommunikation ist die wertvollste Erungenschaften der denkenden Menschheit, jetzt wird sie verstärkt in die Welt der Technik implantiert. Werte und Ziele in der Kommunikation machen sie unverwechselbar, eigenständig, überzeugend.Über Ralf Hasford

 

Moderator | autorisierter Berater Offensive Mittelstand:
Digitale Geschäftsmodelle | Mittelstand 4.0 | Industrie 4.0 | Internet der Dinge und Dienste IoT / IoS | Plattform für B2B M2M Austausch | Strategie zur internen und externen Kommunikation, USP, Marke |

 

Die Digitalisierung findet immer breitere Anwendungsbereiche in der Arbeitswelt von Morgen.

Ralf Hasford | Business Kommunikation  •  Seit 2008 ist Hasford mit seinem Berliner Büro selbstständiger Berater, Moderator und Keynote Speaker. Wie aus Ideen Innovation werden? Warum neue Geschäftsmodelle die digitale Wirtschaft beflügeln? Wo neue Geschäftsmodelle das Leben in Ihrem Unternehmen den Platz finden? … Sie zu den Antwort zu führen, ist seine Arbeit und Leidenschaft. Dazu biete er Moderation von Workshop, Seminare, Versammlungen sowie strategische Beratung in Unternehmen und Organisation.

Werdegang:

 

Hasford | Business Kommunikation … http://hasford.deinfo@hasford.de | Brahestr. 13, 10589 Berlin

 

Google Analytics Alternative


News – Erfahrene Unternehmer-Berater im Verbund beratender Unternehmer stehen Ihnen und Ihrem mittelständischen Unternehmen zur Lösung Ihrer Aufgabe zur Seite – aus der Praxis für die Praxis. Beratung für B2B, KMU, Existenzgründer, Generationswechsel, Übergabe - Übernahme. Themen der einzelnen im Verbund arbeitenden Berater sind u.a. Organisation Coaching/Mentoring Produktmanagement Vertrieb Marke Markengestaltung Markenstrategie Controlling Mediation VBU Köln-Bonn Kreativität Innovationen Change Management Existenzgründung Unternehmensnachfolge Projektmanagement IT Einkauf Finanzen Restrukturierung Beschaffung Risikomanagement Recht Steuern Interim Management Sanierung Personal Prozessmanagement Social Media Beratung Rating Logistik Qualität Seminare/Workshops Analysen/Gutachten Vitalisierung Vorträge ... http://vbu-berater.de

Wie steht’s um die Unternehmernachfolge?

Unternehmernachfolge: VBU Partner im Interview

„Es ist eins der großen Wirtschaftsthemen unserer Zeit“ stellt Bernd Friedrich fest, auf Unternehmernachfolge spezialisierter Unternehmensberater. Im Interview mit dem Online Fachmagazin European Business Network pointiert Friedrich die wichtigsten Herausforderungen. Sein Kollege Georg W. Moeller, verleiht in einem weiteren Interview mit dem „Golfmagazin“ dem Thema noch einen zusätzlichen Akzent: Wie können Unternehmer auch nach der Übergabe ihr Leben die nächsten 25 bis 30 Jahre sinnvoll gestalten?

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News – Erfahrene Unternehmer-Berater im Verbund beratender Unternehmer stehen Ihnen und Ihrem mittelständischen Unternehmen zur Lösung Ihrer Aufgabe zur Seite – aus der Praxis für die Praxis. Beratung für B2B, KMU, Existenzgründer, Generationswechsel, Übergabe - Übernahme. Themen der einzelnen im Verbund arbeitenden Berater sind u.a. Organisation Coaching/Mentoring Produktmanagement Vertrieb Marke Markengestaltung Markenstrategie Controlling Mediation VBU Köln-Bonn Kreativität Innovationen Change Management Existenzgründung Unternehmensnachfolge Projektmanagement IT Einkauf Finanzen Restrukturierung Beschaffung Risikomanagement Recht Steuern Interim Management Sanierung Personal Prozessmanagement Social Media Beratung Rating Logistik Qualität Seminare/Workshops Analysen/Gutachten Vitalisierung Vorträge ... http://vbu-berater.de

Pressemitteilung: Die drei großen Herausforderungen

Pressemitteilung November 2015

Zukunft für den Mittelstand:
Die drei großen Herausforderungen

Der Begriff ist hinlänglich bekannt, fast schon überstrapaziert und dennoch in seiner Kürze treffend: Der Mittelstand ist das Rückgrat (nicht nur) der deutschen Wirtschaft. Wie aber kann der Mittelstand seine stabilisierende Funktion für die Wirtschaft nicht nur bewahren, sondern noch verstärken? Unter den vielfältigen Herausforderungen zeichnen sich besonders drei großen Tendenzen ab: Die Herausforderungen einer Arbeitswelt 4.0, die Globalisierung der Wirtschaft und die adäquate Unternehmer- und Unternehmensnachfolge. Der Verbund beratender Unternehmer (VBU) legt mit drei Kompetenzteams den Fokus auf diese großen Themen.

 

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Unternehmernachfolge – das VBU Kompetenzteam

Es ist eines der größten Wirtschaftsthemen unserer Zeit – ganz besonders im Mittelstand: Wie sichere ich oder wer sichert den Fortbestand meines Unternehmens? Wer führt das Unternehmen operativ weiter? Im Sinne des Unternehmens und des Unternehmers, der die Zügel übergeben will oder muss. Sollen die Entscheidungen einem anderen, Jüngeren überlassen werden, der doch nie die Lebenserfahrung mitbringen kann, die den Unternehmer auszeichnet?

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