Category Archives: Mittelstand 4.0

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Innovationspotenzial digitale Verbindung aus Service und Produkt

Innovationspotenzial in Handwerk und KMU aufdecken

Innovationspotenzial: Service und Produkt digital verbinden | Innovationsziel: mit unternehmerisch relevanten Neuerungen die Zukunft des Unternehmens sichern | Weg für Unternehmer: Coaching und Workshop

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Digitalisierungsstrategien: Vom Zaungast zum Player

Selbst ein Haustürschlüssel wird in nicht ferner Zukunft für junge Menschen ein Relikt aus tiefster Vergangenheit sein, ähnlich wie eine Telefonzelle, die bereits Museumswert besitzt. Die Digitalisierung erfasst alle Lebensbereiche und wirkt sich auf die gesamte Wirtschaft aus; KMU brauchen  Digitalisierungsstrategien…Weiterlesen

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Workshop Innovation – digitale Transformation

Innovation – Rohstoff der Zukunft

Abbildung: ©Hasford.de 2017 ||

  • Wie entsteht Innovation im Mittelstand?
  • Warum setzt ein Innovations-Workshop die richtigen Impulse?
  • Welchen Beitrag leisten Führungskraft und Mitarbeiter vs. externen Experten?

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Digitalisierung und Agiliät

Agilität und Digitalisierung gehen zusammen

Im Zusammenhang mit der Digitalisierung taucht immer öfter ein Begriff auf – „agil“: Agile Software-Entwicklung, agile Unternehmensorganisation, agile Prozessmodelle. Der Duden übersetzt den Begriff mit „von großer Beweglichkeit zeugend; regsam und wendig“. Was hat das mit Digitalisie­rung zu tun, wird da nicht wieder eine neue Sau durchs Dorf getrieben? Das könnte man meinen – allerdings sind beide Begriffe auf eine für den Erfolg der Digitalisierung sehr wesentliche Art mitein­ander verzahnt.

Die Digitalisierung drückt sich aus in einer starken Individualisierung der Produkte bei einer gegen­über heute enorm verstärkt flexibilisierten Produktion. Kunden und Geschäftspartner sind direkt in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse eingebunden, die Produktion wird mit hochwertigen Dienst­leistungen verknüpft. Intelligentere Monitoring- und Entscheidungs­strukturen werden Unternehmen und die gesamte Wertschöpfung nahezu in Echtzeit steuern und optimieren.

Die Digitalisierung und der Zahn der Zeit

Unternehmen, die früh digitalisieren, sichern sich als sogenannte „First Mover“ Marktvorteile gegenüber dem Wettbewerb. Schaut man in die Geschichte, waren alle drei bisherigen industriellen Revo­lutionen irgendwann abgeschlossen, hatten sich in der Breite durchgesetzt. Auch die vierte industrielle Revolution wird eines Tages die ganze entwickelte Welt flächendeckend erreicht haben. Sobald dieser Zustand eintritt, wird der Vorsprung der First Mover aufgebraucht und kompensiert sein. Was kommt dann? Warten auf die nächste Technologie-Revolution und alles wieder von vorn? Hier liefert Agilität den Ansatz, der dauerhaft einen Wettbewerbsvorteil sichern kann.

Wettbewerbsvorteil agile Organisation

Die Vision von der Digitalisierung wird erst möglich, wenn die Menschen in den Organisationen diesen Takt aufnehmen, die notwendigen Veränderungen an Prozessen und Entscheidungsstrukturen internalisieren und umsetzen. Genau hier schließt sich der Kreis, hier kommt Agilität ins Spiel – als Beweglichkeit von Organisationen, in denen rege und wendige Menschen agieren. Agilität wird der Faktor sein, der auch noch nach dem Abschluss der vierten industriellen Revolution einen Wettbewerbsvorteil bietet. Ob als First Mover oder Late Adopter: Wer sich auf dieses Thema einlässt, agile Strukturen im Unternehmen schafft, wird dauerhaft vorne mitspielen können.

Charakteristiken agiler Organisationen

Wie aber zeigt sich diese Beweglichkeit und Wendigkeit? Agilität heißt ganz sicher nicht, schneller und unter noch mehr Druck zu arbeiten. Agilität ist nichts anderes als ein pfiffiger Ansatz, Menschen in Organisationen zur Hochform auflaufen zu lassen.
Drei Dinge machen agile Organisationen aus:

Kleine Teams

Teams sind nun wirklich nichts Neues, weder große noch kleine. Was ist denn so grundlegend neu, dass man dafür ein neues Schlagwort erfinden muss?
Heutige Teams haben stark bürokratische Züge: Arbeitspakete werden erst definiert, dann verteilt, jeder erarbeitet sein Paket und liefert es nach Fertigstellung an den Projektleiter ab. Dasselbe Prinzip wiederholt sich über mehrere Hierarchieebenen, über Team-, Abteilungs- und Bereichsstrukturen. Dabei agiert der jeweilige Vorgesetzte als Kopf, die Mitarbeiter sind die Ausführenden. Kunden­kontakt ist eine abgesetzte Funktion auf dedizierten Hierarchieebenen.

Mit diesem Prinzip bricht die agile Organisation: Kleine, aufgabenübergreifend zusammengesetzte Teams, die direkt mit dem Kunden zusammenarbeiten und autonom agieren. Kurze Zyklen und in kleine Ein­heiten aufgebrochene Arbeitspakete prägen die Zusammenarbeit ebenso wie ständige Feedback-Schleifen mit dem Kunden. Abteilungsgrenzen weichen auf, Fachkompetenz und Koope­rationssinn gewinnen an Bedeutung. Richtig umgesetzt entsteht eine enorme Dynamik, die sich neben einer hohen Leistungs­fähigkeit des Teams in einem hohen Durchsatz auszahlt. Und, in einem dynamisierenden Effekt, nämlich enorm viel Freude an der Arbeit.

Die besondere Kundenbeziehung

Bei uns steht der Kunde im Mittelpunkt – bei Ihnen doch sicher auch? Für agile Organisationen gilt das ebenso wie für Sie und mich. Und doch ist da etwas anders, auf eine ganz subtile Art anders. Zwar reklamieren alle mir bekannten Unternehmen für sich, den Kunde sozusagen auf Händen zu tragen. Schaut man aber genauer hin, müssen dieselben Hände zuvor jede Menge interner Ziel­vorgaben, Systemanforderungen erfüllt und Prozessziele erreicht haben. Anders gesagt: Wie Pro­dukte beschaffen, welche Dienstleistungen in welchem Umfang angeboten werden, wird von intern bestimmt.
Nicht alle Kunden geben sich mit dieser Art von Service zufrieden. Der eine oder andere mag sich abwenden und einen Anbieter suchen, das ihm genau das bietet, was er sucht. Sogar dann, wenn dieser Anbieter es erst entwerfen und produzieren muss. Und genau da liegt der Unterschied, diese Besonderheit zeichnet das Verhältnis von agilen Unternehmen zu ihren Kunden aus. Hier mani­festiert sich der enorme Wettbewerbsvorteil, den die Digitalisierung bietet, in voller Breite.

Arbeiten in vernetzten Strukturen

Was passiert eigentlich, wenn eine sauber strukturierte hierarchische Organisation in lauter kleine, fachlich übergreifende Teams aufgeteilt wird? Was dabei entsteht, ist eine Art Netz. Dieses Netz hat so viel mit der bürokratischen Organisation gemeinsam wie ein Schlachtschiff mit einer Flotte aus lauter Rennbooten. Damit die Rennboote das Spiel gewinnen, müssen sie zusammenarbeiten, sich die Bälle zuwerfen, das gemeinsame Ziel zu jeder Zeit im Blick haben und auf den Kunden zu arbei­ten. Der Kapitän hat ausgedient, die Rennboote werden von Experten gesteuert, die ihr Handwerk (respektive Kopfwerk) verstehen.  Das erfordert eine Menge an Vertrauen, das sich in heutigen Organisationen noch ausdifferenzieren muss. Trotzdem sind agile Organisationen keine anarchi­schen Räume. Sie sind nicht flach strukturiert, auch wenn alle Verantwortungsträger untereinander gleich­rangig sind. Nicht mehr die Zufriedenheit eines Chefs definiert gute Leistung, an seine Stelle tritt der zufriedene Kunde. In diesen Strukturen fällt Inkompetenz auf, die sich im Bauch des Schlacht­schiffs noch problemlos hat verbergen können. In der digitalisierten Arbeitswelt liefern Manager ihren Beitrag auf Augenhöhe, was eine dramatisch andere Führungskultur bedeutet – die wahrscheinlich größte Herausforderung für eine gelingende Digitalisierung, vom Handwerksbetrieb bis zum Konzern.

 

Zum Weiterlesen (in englischer Sprache):

Harvard Business Review:
„Embracing Agile“ von Darrel K. Rigby, Jeff Sutherland und Hirakata Tekeuchi https://hbr.org/2016/05/embracing-agile

Forbes.com:
„Explaining agile“ von Steve Denning http://www.forbes.com/sites/stevedenning/2016/09/08/explaining-agile/#2a6d87f42ef7

 


Über die Autorin:

Das VBU-Mitglied Rita Seidel berät bundesweit Unternehmen in Fragen der Mitarbeitergewinnung. Dabei setzt sie auf innovative Ansätze als wirksame Instrumente gegen den Fachkräftemangel. Dem Thema Digitalisierung widmet sie sich insbesondere, da sich daraus besondere Anforderungen für ein zukunftssicherndes Recruiting in mittelständischen Unternehmen ergeben.

rise PERSONALBERATUNG

Rita Seidel | Burgweg 25 | 53639 Königswinter
T +49 (0)2244 901390 | Rita.seidel@rise-personal.de

https://rise-personalberatung.com | http://xing.to/Rita_Seidel

Digitale Strategie – Sie haben doch eine?

Digitalisierung: Was erwarten Sie von einem Berater?

Digitalisierung: Externe Berater sichern Kompetenz des Mittelstands

Berater Leistungen vs. Festanstellung

Warum bei der Digitalisierung einen Berater / eine Beraterin ins Unternehmen holen? Erst einmal, „Guten Tag, schön dass Sie hier sind“! Ich bin Ralf Hasford und rede heute über ein Thema, was nicht nur mich beschäftigt, sondern mit dem sich meine Auftraggeber im Vorfeld meiner Beauftragung immer beschäftigen. Sie stellen sich der Frage: „Hilft ein „Externer“ und was kostet das?“

Wie bei der Unternehmensentwicklung so auch in der Digitalisierung gilt: In erster Linie bringen externe Experten die Erweiterung von Fachwissen und ein strategisches Vorgehen im Projekt ins Unternehmen. Beides ist zwar schon heute in Ihrem Unternehmen vorhanden. Doch wen Ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen können Sie freistellen, um eine neue Technologie zu planen und die Einführung zu leiten und erfolgreich abzuschließen? Haben sich Ihre Mitarbeiter kontinuierlich weitergebildet und kennen in der Breite die neuesten Entwicklungen der digitalen Welt? Sind diese Mitarbeiter nicht schon bis über beide Ohren in die normalen Alltagsentwicklungen eingebunden und klagen über Überstunden und Wochenendbelastung?

Berater bringen Unruhe – so nutzen Sie diese positiv!

Aber als Berater bringe ich auch Unruhe. Ist sie gewollt, weil damit Freude auf Neues und Hoffnung auf Verbesserungen und letztendlich dem Erhalt von Arbeitsplätzen und des unternehmerischen Erfolgs mit einhergeht? Oder wird es zur Verunsicherung der Beschäftigen führen, weil sie unzureichend über meine Aktivitäten und Zielsetzungen informiert wurden? Das ist mir bewusst. Auch sehe ich es in meinen Vorgesprächen als ein zu klärenden Punkt an. Unruhe ist auf jeden Fall etwas Wichtiges. Denn nur mit ihr wachen die Geister wieder auf und es kommt Bewegung in Abteilung und Unternehmen. Schlafende Gedanken werden geweckt. Richtig gesteuert, werden sie die Entwicklung des Unternehmen vorwärts bringen.

Dazu kommt noch ein zweiter Punkt, der für einen externen Experten / eine externe Expertin spricht:

  • Wie lange und wie intensiv brauchen Sie das Expertenwissen eigentlich?
  • Werden im Verlauf des Projektes weitere Expertisen benötigt?
  • Kann ein Mitarbeiter das abdecken oder würden mehrere Stellen notwendig?

Berater oder Systemhaus?

Systemhäuser bieten eine fertige Lösung, die auf sie angepasst wird. Ein Berater kommt mit freien Ideen, weil er nicht durch Handelsverträge an die Industrie gebunden ist. Doch ein Berater / eine Beraterin kann nicht alles alleine, getreu dem Spruch „wer alles kann – kann nichts.“. Es wird also Berater geben, die den großen Horizont der Themen überblicken – jedoch nur bei ganz wenigen in die Tiefe gehen können. Diese sind gerade in Strategie- und Entwicklungsfragen gebraucht, um mit möglichst vielen Optionen zu starten und Ihnen alle Optionen zu eröffnen. Nutzen Sie diese als Sparringspartner. Berater mit Fachexpertise dagegen bedeuten, auf einem Gebiet die Tiefen und Höhen zu kennen und alles „bewandert“ zu haben. Diese werden Ihnen dann an speziellen Punkten der Projektarbeit sowie bei allen Detailfragen, die richtigen Tipps und Entscheidungsgrundlagen liefern.

Digitalisierung: Starten, wo Sie heute stehen!

Doch was heißt Digitalisierung für Sie? Als Externer weiß ich, dass diese Frage nur mit einem „Kommt drauf an“ beantwortet wird. Nämlich darauf, wo Sie gerade stehen und was Sie vorhaben. Klar haben alle eine E-Mail und eine Webseite – das hat mit der Digitalisierung von heute nur noch wenig zu tun. Vielleicht sind auch schon alle Prozesse erfasst und digital zur Grundlage des ERP-Systems* geworden, dann ist die nächste Hürde bereits genommen.

  • Vielleicht arbeiten Sie auch schon erfolgreich mit einem CRM System** und haben alle Aktivitäten und Wünsche Ihrer Kunden fest im Blick?
  • Daraufhin werden Sie vielleicht eine digitale Bestell- und Entwicklungsplattform eingerichtet haben und mit Ihren Kunden teilen?
  • Ist bereits der Service und Kundendienst über ein digitales Servicekräfte-Management automatisiert?
  • Überwacht in Ihrer vernetzten Produktion die digitalisierte Maschinen- und Produktionssteuerung als CPPS*** auf Grund von Echtzeitdaten alle Prozesse?

Eh ich jetzt noch über die Produktion von IoT / CpS**** und vernetzter Logistik spreche, stoppe ich lieber und denke, Sie merken, dass es das Wo und ein Wohin im Vorfeld zu bestimmen gilt. Dazu setze ich zum Beispiel den von mir designten sechs Schritte-Workshop „Digitale Transformation“ ein.

Vision, Strategie, Planung

Nach der digitalen unternehmerischen Vision folgt die Strategie und das konkrete Ziel und danach die weitere Projekt-Betrachtung und -Planung:

  • Realistische Bewertung des Ziels
  • Spezifikation der Einzelziele
  • Messbarkeit der Ziele
  • Frage der Angemessenheit / Realitätscheck
  • Ressourcenplanung
  • Terminplanung / Verantwortlichkeit

In meinen Projekten arbeite ich dann mit weiteren Beratern und Entwicklern sowie IT-Spezialisten, Dienstleistern und Hardwareanbietern zusammen. Langfristige Projekte gebe ich an speziell ausgebildete Projektmanager ab und stehe meinem Kunden als Sparringspartner sowie für Aufgaben der Führung und Entwicklung zur Verfügung. Diese erfolgreiche Begleitung dauert über Jahre an und setzt sich bei manch’ einem Kunden weit über das Projekt fort.

Ich wünsche Ihnen gute Investitionsentscheidungen und viel Erfolg in unserer digitalen Zeit.

Ralf Hasford.

 

Einen weiterführender Blogbeitrag finden Sie auf meiner Seite unter:
http://hasford.de/digitalisierung-mittelstand-handwerk-kmu/

 

Doch zuvor noch eine kurze Begriffserklärung:

* Das digitale Enterprise-Resource-Planning (ERP) System dient der unternehmerischen Aufgabe, vorhandene Ressourcen effizient für den betrieblichen Ablauf einzusetzen und somit die Steuerung von Geschäftsprozessen zu optimieren.

** Ein Customer-Relationship-Management (CRM) – Management der Kundenbeziehung – umfasst die digitale Planung und Dokumentation aller Maßnahmen zur Kundengewinnung sowie der Aktivitäten im Umgang mit Kunden. Es entwickelt persönliche, digitale und sogar automatisierte Maßnahmen und / oder führt diese aus.

*** Das Cyber-physische Produktions System (CPPS), umschließt die vernetzte Produktion, die auf Grundlage von Auftragslage, Ressourcen und Maschinen-Echtzeitparameter und Algorithmen sich digital überwacht und selbstbestimmend steuert.

**** Das Cyber-physische System (CPS), kennzeichnet den Verbund von Informationstechnologie, Datenverarbeitung und Datenspeicherung (Server / Cloud, Internetplattform) mit technischen Geräten (etwa ein Mobiltelefon), physischen Objekten (z.B. Google Brille) bzw. eigenständigen Teilen einer Anlage (z.B. Motor eines Krans).

 


Ralf Hasford | Business Kommunikation
Partner im VBU · Berater · Moderator

www.Hasford.de
Office: Hasford Business Kommunikation · Brahestraße 13 · 10589 Berlin
Telefon: +49 30 2363 9390 · E-Mail: hasford.ralf@vbu-berater.de

VBU-Event Berlin-Brandenburg

Digitale Transformation bei KMU

Dynamik der digitalen Transformation wird unterschätzt

Im Zuge der digitalen Transformation wandeln sich Geschäftsmodelle und entwickeln sich stetig weiter

Vor wenigen Tagen erst erklärte mir der Geschäftsführer eines mittelständischen Maschinenbauers, dass er die Dynamik der digitalen Transformation unterschätzt habe. Neue Technologien in Hardware und Software würden nun nahezu unglaubliche Innovationen ermöglichen. Er hätte sich die Dimension nie vorstellen können, mit welcher Geschwindigkeit er Mehrwert für seine Kunden erzeugen und gleichzeitig eigene Kosten senken könnte. Sein Schlüsselerlebnis war die Erkenntnis, wie mit dem Einsatz einer digitalen Brille seine Konstrukteure und Servicemitarbeiter in Übersee gemeinsam und online die Maschinen in kürzester Zeit in Betrieb nehmen konnten.

Ähnliche Erfahrungen machen wir im Mittelstand immer wieder. Vielen KMU erscheint die, sich in hoher Geschwindigkeit entwickelnde, digitale Welt unübersichtlich und komplex. Es fehlt die Zeit, sich mit den aus der digitalen Transformation entstehenden Chancen zu beschäftigen. Die berechtigte Vorsicht, Geld an der falschen Stelle zu investieren, verzögert zudem oft notwendige Entscheidungen, kombiniert mit der Unsicherheit, in welche Richtung sich das über Jahre gut funktionierende Geschäftsmodell verändern könnte. Also konzentriert sich der Unternehmenslenker lieber auf die naheliegenden Aufgaben bei der Abarbeitung der Aufträge und Projekte. Das ist eine Einbahnstraße!

Aus unserer Erfahrung heraus meinen wir: Das Wichtigste ist jetzt der Mut, die eingetretenen Pfade zu verlassen, denn sonst wird das Unternehmen über kurz oder lang um seine Existenz fürchten müssen. Die Evolution hat es uns gelehrt: Nur Spezies, die sich veränderten Bedingungen anpassen, überleben. Es sind die vielen kleinen und gut gesetzten Schritte, die zu einer erfolgreichen Entwicklung führen. Neue Erfahrung muss aufgebaut werden und im Unternehmen weiter wachsen.

Digitale Transformation: Businessmodel follows function

Technische Innovation ist für mittelständische Unternehmen per se etwas Selbstverständliches und sichert ihre Existenz. Nun gilt es nur noch,  das Potenzial der digitalen Informationen zu erkennen. Wer seinen Kunden aus Produktion, Handel, Logistik und Dienstleistung jetzt darauf aufbauende Lösungen (im Rahmen der digitalen Transformation) bietet, ermöglicht ihnen, wirkungsvoller im Markt zu agieren – ein gewichtiges Kundenbindungsmoment auch B-2-B.

Digitale Technik und Lösungen sind das Eine. Daraus weiterentwickelte Geschäftsmodelle sind die Kür. Der eingangs genannte Geschäftsführer hat das erkannt und setzt nun zum Nutzen seiner Kunden stärker auf den Einsatz digitaler Techniken mit einem angepassten Geschäftsmodell.

Eine erfolgreiche Unternehmensentwicklung setzt sich nun fort oder wie man sagen könnte: „Businessmodel follows function“.

Im Ozean der Informationen: Der VBU-Lotse unterstützt KMU

Diese Überlegungen mögen sich leicht lesen, die Umsetzung verlangt Aufgeschlossenheit und innovatives Denken, Mut, eine Politik der kleinen Schritte und Durchhaltefähigkeit. Nicht wenige Mittelständler wünschen sich einen kompetenten Begleiter, der den Blick öffnet für die Chancen der digitalen Entwicklung. Die Experten, die sich im VBU zusammengeschlossen haben, agieren als Lotse im stürmischen Meer der Veränderung. Sie unterstützen ihre Klienten aus dem Mittelstand in strategischer Neuaufstellung und operativer Umsetzung: So gestaltet auch der Mittelstand die digitale Transformation zu einer Erfolgsgeschichte für das eigene Unternehmen.

Tilman Hartenfels


Das VBU-Mitglied Tilman Hartenfels berät KMU mit dem Blick für Technik und Innovation bei ihrer Unternehmensentwicklung. Seit vielen Jahren begleitet er Unternehmer bei der Umsetzung ihrer digitalen und analogen Unternehmensziele. Er arbeitet bundesweit im Mittelstand. Im VBU engagiert er sich in den Kompetenzteams „Mittelstand 4.0“ und „Unternehmernachfolge“.

Entscheidungshilfen der Offensive Mittelstand für die Einführung der 4.0 Technologien.

Mittelstand 4.0 Entscheidungshilfen der Offensive Mittelstand

Ein Unternehmen wird zukunftstauglich

INQA und die Offensive Mittelstand (deren Partner die Mittelstandsexperten des VBU sind) haben „Mittelstand 4.0 Entscheidungshilfen“ zur Verfügung gestellt. Diese können von jedem Unternehmen selbstständig eingesetzt werden oder gemeinsam mit fachkundigen und autorisierten Beratern der Offensive Mittelstand bearbeitet werden.

Sie sind eine gute Orientierungshilfe im evolutionären Prozess der Einführung neuer Technologien und Arbeitsweisen. Bei Nachfragen stehe ich Ihnen zur Verfügung. (Kontakt)

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Ralf Hasford: Digitales Geschäftsmodell oder digital gestütztes Geschäftsmodell

Digitales Geschäftsmodell oder digital gestütztes Geschäftsmodell?

Tausche das Geschäftsmodell, nicht die Mannschaft!

Ralf Hasford: Geschäftsmodelle sind sensibel und bestimmen alle unternehmerischen Prozesse. Darum ist vor einem Wandel vieles zu beachten.

Wie alt ist Ihr Geschäftsmodell?

Das Geschäftsmodell beschreibt die Wertschöpfung im Unternehmen sowie die Interaktion mit dem Kunden. Baut auf Werte, Ziele und Interessen der Inhaber / Geschäftsführung auf. Geschäftsmodelle offenbaren schnell Schwächen und Fehler und lassen notwendige Korrekturen und Änderungen vor der Umsetzung umsetzen. Alle Geschäftsprozesse orientieren sich am Geschäftsmodell.

Passt das Geschäftsmodell Ihres Unternehmens noch zu der Art, wie Sie heute arbeiten und leben? Überprüfen Sie die Art, wie Sie mit Ihrem Smartphone arbeiten, wie Sie den Urlaub buchen oder wie Sie mit Lieferanten und Kunden kommunizieren?

Sie kennen sicher den Spruch: „Never change a running system“, doch ist es nur eine ungenaue Abwandlung des eigentlich aus dem Sport kommenden „never change a winning team“. Das besitzt eine andere Aussagekraft! Besonders für das Geschäftsmodell muss dieser Spruch seine Anwendung finden.

Also tauschen Sie nicht die Mannschaft, sondern das Geschäftsmodell, um flexibel und erfolgreich zu bleiben. Es bedeutet aber nicht, nach Lust und Laune neue Geschäftsmodelle auszuprobieren, sondern dies nur dann zu tun, wenn es gute Gründe gibt.

Wenn Ihre Prozesse im Rahmen der digitales Transformation erhoben und gestrafft werden, wäre die Zeit reif, über Ihr Geschäftsmodell nachzudenken. Doch welches Geschäftsmodell passt zu Ihrem Unternehmen? Was kann bei der Überarbeitung Ihrer Prozesse und dem Einzug in das ERP optimiert werden und welche Art von Arbeitsprozessen müssen angepasst werden?

Module des Geschäftsmodells

Die einzelnen Module, die im Geschäftsmodells betrachtet werden, sind:

  • Angebot / Kundennutzen
  • Prozess der Wertschöpfung
  • Kundenkommunikation / Kundeninteraktion
  • Geldfluss / Gewinnverteilung
  • Ressourceneinsatz
  • Investition / Reinvestition

Schneller Wechsel oder evolutionärer Prozess

Wann haben Sie zum letzten Mal darüber nachgedacht? Und wie ändert man im laufenden Betrieb das Geschäftsmodell? Es gibt zwei Arten des Wechsels, die sich als praktikabel herausgestellt haben.

„Geschäftsmodell Evolution“

… Unternehmenslogik bleibt erhalten

  • Effizienzsteigerung aus technologischer Entwicklung
  • Produkte und Serviceleistungen werden digital veredelt
  • Produktfunktionen werden digitalisiert
  •  Produktnahe digitale Services

„Geschäftsmodell Disruption“

… Unternehmenslogik wird stark verändert

  • Umbau auf Wert- und Serviceorientierung
  • Offene Konzepte: Service statt Kauf
  • Wertschöpfung durch Gesamtsystem über gesamten Lebenszyklus
  • IT getriebene Technologien kommen zum Einsatz

Es gibt drei Gründe, es doch zu tun:

  • Validierte Fakten auf Grundlage betriebswirtschaftlicher Ereignisse, unter Berücksichtigung der Erfahrungen und Erkenntnissen von Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Beratern bedingen Veränderung.
  • Stichhaltige Zahlen einer qualitativen Marktforschung bilden die Basis für Änderungen.
  • Fortschreitende digitale Transformation bietet die Möglichkeit, einen grundlegenden Wettbewerbsvorsprung zu erlangen.

 

Haben Sie Lust auf Austausch auf Augenhöhe? Ich biete dazu Seminare und moderiere Workshops zur Optimierung von Geschäftsmodellen und Prozessen. Hier geht’s weiter zur Terminvereinbarung auf der Hasford.de Webseite. Ich führe Sie schneller zum Return of Investment mit Workshop • Seminar • Meeting. Ich schlage vor, wir starten dort, wo Sie stehen.

 

Ralf HasfordModerator und Berater | VBU Partner

Moderator | Sprecher – Marke, Industrie 4.0 im Mittelstand autorisierter Berater Offensive Mittelstand: Business Kommunikation, INQA Unternehmenscheck, Unternehmensentwicklung mit Erfolgsfaktor Business DNA. Kommunikation ist die wertvollste Errungenschaft der denkenden Menschheit, jetzt wird sie verstärkt in die Welt der Technik implantiert. Werte und Ziele in der Kommunikation machen sie unverwechselbar, eigenständig, überzeugend.

 

 

IoT CPS CPPS Geschäftsmodell CMR Moderation von Workshop und Seminar

4.0 … Aber was heißt das eigentlich?

4.0 … Selbstorganisation in Produktion und Dienstleistung

IoT und CPS – Risiken und Chancen im Mittelstand 4.0

4.0 = smart, vernetzt, autonom
Selbstbestimmt auf Grundlage von Echtzeitdaten und Algorithmen

Bei dem Ausspruch Vier – Null fragen wahre Fans: Gegen wen haben wir gespielt? Doch es ist kein Spiel, sondern die Skala „selbstbestimmter und sich selbst organisierender Arbeit“. Sie bestimmen, welche Stufe Ihr Unternehmen erreichen wird, die vierte ist zur Zeit die höchstmögliche.

Die Aufgabe ist es jetzt, die Transformation möglichst vieler Bereichen zu realisieren. Denn nur wenn Produktion und Dienstleistung weiterhin in Deutschland geschehen können, behalten wir unsere gesellschaftlichen wie wirtschaftlichen Grundlagen.

Innovation und Zusammenarbeit starten

Die Worte „Arbeiten 4.0“, „Industrie 4.0  Technologie“ und „Mittelstand 4.0“ – um nur einige zu benennen – sind marketingträchtige Buzzworte. Was aber heißt Arbeit, Technologie und Mittelstand in Bezug auf Selbstbestimmung in ihrem Unternehmen? Wie realisieren Sie „sich selbst organisierende Arbeit“ und wie helfen Technologie, ITK und externes Wissen dabei?

Die ITK schafft für jeden der alten wegfallenden Berufe im Moment schon 2,5 neue Jobs. Dass es Jobs im Mittelstand sind, steht noch nicht fest. Inwieweit ändern sich bei Ihnen bereits die Arbeitsplatzbeschreibungen? Passen Ihre Antworten und Leistungen zu Herausforderungen und Bedürfnisse Ihrer Kunden?

Das Internet der Dinge ist voller Assistenzsysteme und in Verbindung mit dem Datenkern entstehen CPS, die Daten erfassen und Dienstleistungen und Geschäfte zulassen, an die heute vielleicht noch keiner denkt … Haben Sie bereits Fragen gestellt und Antworten gefunden, die mit „Mein Unternehmen 4.0“ überschrieben sind?

Ich moderiere Seminare und Workshops, in denen meine Kunden ihre Zukunft planen, validieren und starten. Sollten auch Sie ein Interesse haben, über die möglichen und sehr bald notwendigen Änderungen nachzudenken, so freue ich mich auf den Kontakt mit Ihnen.

Ralf Hasford.

 

Begriffe der digitalen Transformation … 4.0:

  • 4.0 = Smart, vernetzt, autonom (Selbstbestimmt auf Grundlage von Echtzeitdaten und Algorithmen)
  • IoT = Internet of Things (Dinge mit Sensoren, die Daten via Internet Protokoll versenden)
  • IoS = Internet of Service (Ereignis-, Momentan- und Verbrauchsdaten basierender Service)
  • ERP = Enterprise-Resource-Planning (Umfassendes digitales Unternehmens-Cockpit)
  • CPS = Cyber-physisches System (Verbund aus IoT und selektivem Datenspeicher)
  • CPPS = Cyber-physisches Produktionssystem (Selbststeuernde Produktion)
  • CRM = Customer-Relationship-Management (Alle Verbindungen mit den Kunden)
Hasford | Beratung + Moderation, das digitale Geschäftsmodell

Mittelstand 4.0 … auf dem Weg zur vernetzten Wertschöpfung

Digitale Geschäftsmodelle im Mittelstand

Drei mit der Digitalisierung in Verbindung stehende Fragen stellen sich heute dem Mittelstand:

  1. Was kann in Ihrer Wertschöpfungskette digitalisiert werden?
  2. Welche Produkte und Services werden durch Digitalisierung zukunftsfähig?
  3. Welche digitalen Geschäftsmodelle bieten Ihren Kunden mehr Service, Nutzen und Sicherheit?
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2016 – Jahr der Digitalisierung im Mittelstand

Digitalisierung im Mittelstand – ein Dauerbrenner

Digitalisierung – was bedeutet das für Sie?

Kommentar zur Mittelstand 4.0 Studie des IFM

Das Thema Digitalisierung und darauf aufbauende Geschäftsmodelle begleiten mich seit 2014. Für mich als Berater bedeutet es, viele Stunden mit Weiterbildung und in Diskussionen zu verbringen, denn Industrie 4.0 Technologien lassen sich nicht einfach auf den Mittelstand anwenden. Die Voraussetzungen und Kulturen unterscheiden sich deutlich voneinander. Nun liegt eine Studie zum Thema vor: „Bedeutung der Digitalisierung im Mittelstand“ (IfM-Materialien Nr. 244). Lesen Sie hier meine persönliche kommentierte Zusammenfassung, VBU Partner, Ralf Hasford.

Hasford Business Moderation. Erfolgreich in digitalen Zeiten

Erfolgreich in digitalen Zeiten

Aufrütteln: Studie „Bedeutung der Digitalisierung im Mittelstand“

Wie es begann, zum Massenthema zu werden? In der Studie hat das Institut für Mittelstand IFM Bonn im November 2015 die Ergebnisse der Befragung von überwiegend mittelständischen Unternehmen veröffentlicht. Christian Schröder, Susanne Schlepphorst und Rosemarie Kay haben im Auftrag der Stadtsparkasse Düsseldorf im Frühjahr 2014 eine Unternehmensbefragung im Großraum Düsseldorf durchgeführt. Schwerpunkt: Einschätzungen der Bedeutung der Digitalisierung für das eigene Unternehmen, untergliedert in Allgemein / Vertrieb / Produktion / Personal / Datensicherheit / Geschäftsmodell. Von ca. 3.800 Unternehmen haben 227 Unternehmer den standardisierten Fragebogen vollständig beantwortet.

Zusammenfassend kann gesagt werden, für einen Großteil der befragten Unternehmen haben Digitalisierung und digitale Geschäftsmodelle eine hohe Bedeutung erlangt. Wenn der Begriff auch nicht einheitlich verstanden wird. Gleichzeitig stellt die Studie fest: „Dass sich die Digitalisierung für Unternehmen lohnt, deutet der positive Zusammenhang zwischen Unternehmen mit hohem Umsatzwachstum und einem gleichzeitig hohen Digitalisierungsgrad an.“

Die immer bleibende Frage: Ohnmacht oder Ignoranz?

Mit der Unternehmensgröße verändern sich die eigenen Einschätzungen, wie man für die Digitalisierung vorbereitet sei. Unternehmen mit mehr als 10 Mio. € Umsatz sehen sich besser vorbereitet als kleinere Unternehmen. Unternehmen mit einem Jahresumsatz 2 … 10 Mio. € schätzen ihren Stand selbst als „schlecht“ ein. Jedoch muss festgestellt werden, dass „Digitalisierung“ für viele der kleineren Unternehmen immer noch die eigene Webseite und maximal ein Onlineshop bedeutet. Hoffentlich hat sich der Blick hier im zurückliegenden Zeitraum kolossal gewandelt.

Der Versuch die Ursachen zu benennen

Die eigene IT-Abteilungen (IT = Informationstechnologie) wird als Treiber der Digitalisierung identifiziert. Kostengründe und hoher Ressourcenaufwand würden gerade bei kleinen Unternehmen auf die IT-Nutzung verhindernd wirken. Die Folge ist eine geringe IT Spezialisierung mit der akuten Gefahr, die komplexeren Trends der IKT (Informations- und Kommunikationstechnologie) zu verschlafen und damit ihre Relevanz zu verkennen. Das bedeutet, dass Worte wie ERP Systeme, CRM oder MES, Einsatz von RFID sowie sensorbasierende Datenerfassung weiterhin nur ein undeutliches Rauschen in den Ohren von Inhaber und Geschäftsleitung auslösen. Jeder dritte Befragte sagte, „den zahlreichen Trends in der Informations- und Kommunikationstechnologie kaum noch folgen zu können“.

Schockierend ist, dass kleinere und größere Unternehmen diese Einschätzung im gleichen Maße treffen. Das weist darauf hin, dass die Informationsdefizite gerade bei kleinen Mittelständlern noch viel tiefersitzen.

Digitalisierungsprozesse werden durch die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) vorangetrieben, begünstigt durch eine ständig steigende Leistungsfähigkeit von Hard- und Software. Das Internet of Things (IoT), also die zunehmenden Vernetzung von Gegenständen durch das World Wide Web, ist ein Beispiel dafür (es wird auch niemanden verwundern), dass sich heute bereits mehr als 90% aller Mikroprozessoren in intelligenten Produkten und Produktionsanlagen befinden, Tendenz steigend. IKT-Technologie und deren Produkte bieten den Nutzern, durch einen mit der Nutzung in Verbindung stehenden Service, einen ständigen Mehrnutzen. Zugleich sinken die Einstiegspreise für die Technologie. Das führt zu einer schnellen Verbreitung von digitalen Produkten in nahezu allen Lebensbereichen.

Zauberwort 4.0

Unter dem magischen Begriff Industrie 4.0 Technologien wird im Mittelstand spätestens seit Beginn 2015 die vollständige Vernetzung von Produktionsabläufen, der Einsatz von sich selbst steuernder Logistik sowie IoT Gegenständen und Geräten derzeit viel diskutiert. Während einige sich schon angewidert entfernen, haben andere die technische Voraussetzung geschaffen, um intelligente Maschinen und Produkte einzusetzen, die miteinander kommunizieren. Kommunikation ist dabei der Schlüssel, das Werkstück wird in die Lage versetzt, Informationen über seinen Bearbeitungszustand und derzeitigen Aufenthaltsort auszusenden, verbunden mit dem Datenzugriff auf Konstruktion und käuferseitige Konfiguration erhöhen sich Produktindividualität und Qualität. Die Sensoren in Produktionsmaschinen melden, wann ein Verschleißteil ausgewechselt werden muss, fordern via Internet die nächste Wartung an und informieren über alle Bearbeitungseventualitäten bei den Produkten. Alle Daten zusammengefasst, entsteht in vernetzten Unternehmen ein Cyber-physikalisches System. Es ist eine Art Gedächtnis der Produkte und kann den ganzen Lebenszyklus begleiten und abbilden.

Digitalisierung ist ein Prozess – und jeder erlebt ihn anders

Die Einrichtung der IP-basierten Produktion (IP = Internet Protokoll), ist ein evolutionärer Prozess. In mittelständischen Unternehmen steht er noch am Anfang. Um so wichtiger, hier nicht den technologischen Anschluss zu verlieren. Die Studienteilnehmer wurden daher auf den Einsatz von digitalen Prozessen zu den folgenden drei Punkten befragt: Beschaffung, Abstimmung von Arbeitsabläufen, Logistik. Hier ist eine internetbasierte Unterstützung die technologische Voraussetzung für ein zukunftsträchtiges „Fit für Industrie 4.0“.

Was heißt eigentlich Business Intelligence?

Während in der Beschaffung 43% der Unternehmen bereits internetbasiert arbeiten, werden die Abstimmungsprozesse in den Arbeitsabläufen nur zu 26% digital gestützt, Spitzenreiter ist hier der Dienstleistungssektor. Bei der Organisation und dem Monitoring der Logistik sind es 35%, die auf digitalisierte Lösungen setzen, wobei hier das verarbeitende Gewerbe hervorsticht. Als ernüchternd stellt sich der Einsatz der Digitalisierung in der Produktion da.

Um logistische Vorgänge in Echtzeit zu erfassen, werden Auto-ID-Technologien (RFID, Barcode oder NFC) eingesetzt. Ca. 35% der an der Studien teilnehmenden Unternehmen nutzen bereits diese Technologie – 7% sind in der Planungsphase. Mangelnde Relevanz gilt für die Unternehmen ohne Inhouse-Logistik.

Digitale Unterstützung des Vertriebs

Für die meisten Unternehmen ist die eigene Homepage Dreh- und Angelpunkt der digitalen Vertriebsstrategie. So ergibt die Studie, dass mehr als 90% eine eigene Homepage für den Vertrieb einsetzen. Jedes dritte Unternehmen nutzt Social Media oder plant deren Nutzung im Jahr 2016 zu starten. Dies unabhängig von der Unternehmensgröße. Das heißt allerdings noch nicht, das die Sozialen Medien etwa schon ins Echtzeit Monitoring aufgenommen werden.

Der Einsatz von Social Media wird von der Kundenstruktur abhängig dargestellt. Eins von drei Unternehmen, das B-2-C Handel treibt, nutzt heute bereits Facebook, Twitter, Google oder Youtube für den Vertrieb, bei reinem B2B Handel sind es nur 25%.

Personalgewinnung oder sind Fachkräfte online zu finden?

Eine entscheidende Frage ist im Mittelstand der Fachkräftemangel. Daher wurde auch die Mitarbeitergewinnung betrachtet. Der demografische Wandel wirkt sich im Mittelstand stark aus. Dazu verschärft sich zur Zeit noch der Wettbewerb um Fachkräfte, denn Großunternehmen sind für Studienabgänger die attraktiveren Arbeitgeber. Wie kann Personalbeschaffung digital erleichtert werden, insbesondere die Suche von Auszubildenden und jungen Nachwuchskräften?

40% der Unternehmen nutzen die unternehmenseigene Homepage für Stellenanzeigen, 8% betreiben eigene Bewerbungsportale – hier sind es ausschließlich die großen mittelständigen Unternehmen. Das Einbinden sozialer Medien in die Personalbeschaffung liegt bei 15%.

Schreibtischtäter

Dank moderner Informations- und Kommunikationstechnologie können viele Bürotätigkeiten auch ohne eine Anwesenheit beim Arbeitgeber ausgeführt werden. Arbeit kann durch internetbasierte Vernetzung sogar völlig ortsunabhängig erfolgen. Vorausgesetzt, es besteht ein externer Zugriff auf E-Mails und Dateien und entsprechende Arbeitsmodelle wurden vereinbart. Den externen E-Mail Zugriff ermöglichen 64% der Unternehmen, je größer das Unternehmen, je höher die Chance. Die Hälfte der kleinen Unternehmen (Umsatz < 1 Mio. €) bei größeren (ab 50 Mio. € Umsatz) ist es Standard. Welcher, ist unabhängig von der Branche.

Anders ist es beim externen Zugriff auf die Dateien, hier sind es 49% aller Unternehmen. Großunternehmen bieten  den Zugriff häufiger an, als die kleineren Unternehmen. Wer den Zugriff verweigert, hält es a) für nicht relevant und/oder es bestehen b) große Sicherheitsbedenken. Ca. 13% der Mitarbeiter arbeiten regelmäßig von Zuhause.

Datensicherheit ernst nehmen … doch meist ohne Plan

Wer sich von den Unternehmen stärker mit die Digitalisierung auseinandersetzt, sieht die hohe Bedeutung der Datensicherheit. Wobei große Unternehmen mehr Wert auf Datensicherheit legen. Als Gründe dafür werden benannt: höherer Kommunikationsbedarf, stärkere Vernetzung und höherer Innovationsgrad. Hier gibt es auch immer eigene IT-Abteilungen und Sicherheitsvorschriften für Mitarbeiter.

Dazu gibt die Studie folgende Erklärung: „… Investitionen sind für große Unternehmen leichter zu realisieren als für kleine Unternehmen. Dies belegt eine Studie im Auftrag des BMWi, aus der hervorgeht, dass deutsche mittelständische Unternehmen IT-Sicherheitsrisiken zwar als Bedrohung wahrnehmen, aber keine ausreichenden Gegenmaßnahmen ergreifen (vgl. WIK Consult 2012). Lediglich 37% der KMU haben schriftlich niedergelegt, welche IT-Sicherheitsregeln gelten. Gemäß einer laufenden Trendumfrage des TÜV-Süd, die gemeinsam mit der Ludwig-Maximilian-Universität München durchgeführt wird, und an der über 2.000 Unternehmen (Stand Oktober 2014) teilgenommen haben, haben 39% der Unternehmen kein systematisches Vorgehen im Falle von Datenschutzverletzungen definiert.“

Wie Digitalisierung den Widerhall im Geschäftsmodell findet

Digitalisierung ist ein weltumspannender Megatrend und die Veränderungen sind nicht mehr rückgängig zu machen. Chancen und Risiken der Digitalisierung werden in unterschiedlichem Maße wahrgenommen, doch ist nahezu jedes Unternehmen mit seinem Geschäftsmodell betroffen. 86% der befragten Unternehmen geben an, dass internetbasierte Informations- und Kommunikationstechnologien Teil ihres Geschäftsmodells sind. Anderseits gibt die Mehrheit an, IKT sei aber nicht entscheidend für das Geschäftsmodell. Das macht mich ratlos. Ich stehe auf dem einzigen Gleis weit und breit und höre einen Zug kommen, doch sehe ich ihn nicht …

Nun ja, immerhin wird diesen Geschäftsmodellen ein unterstützender Charakter attestiert. 25% jedoch sagen, ihr Geschäftsmodell wäre ohne IKT nicht mehr denkbar. Das gilt eher für Unternehmen aus dem Handel als dem Bausektor.

Mahnend beschreibt die Studie, dass erfolgreiche digitale Geschäftsmodelle zu passgenaueren, preisgünstigeren und schnelleren Lieferzeiten führen – und auch Zahlungen unkomplizierter ablaufen. Und ja, es ist richtig, Digitalisierung erleichtert den Zugriff auf ständig verfügbare Informationen und gestattet das Vergleichen von Produkt- und Servicequalität.

Befragte benannten folgende Sorgen: ständig wachsender Wettbewerb, Preisverfall, sinkende Kundenbindung, weniger menschlicher Kontakt zu Geschäftspartnern, Notwendigkeit der Datensammlung von Nutzerdaten und Wünschen … Als positiv benannt wurden: individualisierte Produkte, gezielte Angebote.

Weichenstellung Richtung Markt

Zitieren will ich abschließend das Fazit der Studienmacher: „Der Mittelstand bildet mit einem Anteil von ca. 95% an allen Unternehmen das wirtschaftliche Rückgrat in Deutschland und wird weltweit als sehr leistungsfähig anerkannt. Die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit nahezu aller kleinen und mittelständischen Unternehmen hängt jedoch u.a. davon ab, ob die vielfältigen Möglichkeiten der Digitalisierung für das eigene Unternehmen nutzbar gemacht werden (können).“

Die Ergebnisse der Studie können uns in zweierlei Weise ins neue Jahr begleiten, als Mahnung und als Leitstrahl für die Arbeit im eigenen Unternehmen. Digitalisierung ist nicht in einem Tag getan und zu keiner Zeit abgeschlossen. Ob es das Monitoring des Social Media Streams betrifft oder die Einrichtung eines ERP Systems, die mit der Digitalisierung der Prozesse beginnt, die Früchte werden ein besserer Stand im sich immer stärker internationalisierenden Wettbewerb sein. Global denken, regional handeln. Starten wir dort, wo Sie heute stehen.

Ralf Hasford
Partner im VBU und Kompetenzteam Mittelstand 4.0

Die IfM Studie finden Sie hier: http://www.ifm-bonn.org/uploads/tx_ifmstudies/IfM-Materialien-244_2015.pdf

Start in die Digitalisierung: http://fels-oder-brandung.de

 


Moderator | Sprecher – Marke, Industrie 4.0 im Mittelstand autorisierter Berater Offensive Mittelstand: Bussiness Kommunikation, INQA Unternehmenscheck, Unternehmensentwicklung mit Erfolgsfaktor Business DNA. Kommunikation ist die wertvollste Errungenschaft der denkenden Menschheit, jetzt wird sie verstärkt in die Welt der Technik implantiert. Werte und Ziele in der Kommunikation machen sie unverwechselbar, eigenständig, überzeugend.Schneller auf den Punkt kommen.

Digitale Transformation findet immer breitere Anwendungsbereiche in der Arbeitswelt.

Hasford mit seinem Berliner Büro arbeitet als Business Moderator und Coach. In Workshops, Meetings und Führungskräftecoachings arbeitet er strukturiert und systemisch. Sein Arbeitsfeld erstreckt sich von der internen Konfliktmoderation und Problemlösung bis zu Werte, Ziele, Innovationen.

Neue Geschäftsmodelle können die Wirtschaft beflügeln – Hasford führt Sie dahin, dass Sie mit neuen Geschäftsmodellen den richtigen Platz im Markt finden. Sie zu den Antworten zu führen, ist seine Arbeit und Leidenschaft. Er moderiert Workshop, Meeting, Seminare und Fachtagungen souverän und bringt Sie schneller auf den Punkt.

 

Hasford | Business Kommunikation … http://hasford.deinfo@hasford.de | Goßlerstr. 22, 12161 Berlin

vbu mittelstand 4.0

4.0 im Mittelstand?

Mittelstand 4.0 – nur eine Erfindung des Wirtschaftsministeriums?

Mittelstand 4.0 ist Teil der 2014 begonnenen Aktivitäten aus „Mittelstand digital“

Der BMWi Förderschwerpunkt „Mittelstand-Digital – IKT-Anwendungen in der Wirtschaft“ setzt auf den effizienten Einsatz von modernen Informations- und Kommunikationstechnologien. „Mittelstand-Digital“ ist zusammengesetzt aus den Förderinitiativen:

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